Forschungsinstitut der LMU München
MuCDR

Wettbewerbsverlauf

ICC International Commercial Mediation Competition

Die ICC International Commercial Mediation Competition ist der erste internationale Moot „Court“ im Bereich der Mediation. Der Wettbewerb wird seit 2006 von der Internationalen Handelskammer in Paris veranstaltet.

Jedes Jahr nehmen 60 Universitäten aus verschiedenen Ländern und Kontinenten an dem Wettbewerb teil. Die Teilnehmer simulieren mediationsunterstützte Verhandlungen über fiktive internationale wirtschaftsrechtliche Streitigkeiten. Ein Verhandlungsteam setzt sich jeweils aus einem Mandanten und einem Rechtsanwalt zusammen. Mittels einer interessenorientierten Verhandlungsführung versucht das Team gemeinsam mit der gegnerischen Seite eine kreative und zukunftsorientierte Lösung zu erarbeiten.

Ablauf

In der Vorbereitungsphase arbeiten die Teilnehmer ab November an der Erstellung der englischen Verhandlungsschriftsätze und üben das Eröffnungsstatement sowie die Verhandlungsführung. Im Rahmen von Fallsimulationen werden die Kommunikations- und Präsentationsfähigkeiten trainiert und durch Videofeedback verbessert. Ergänzend werden Probeverhandlungen bei renommierten Anwaltskanzleien abgehalten.

Anfang Februar finden im Rahmen des fünftägigen Wettbewerbs die englischsprachigen Verhandlungen in Paris statt. In der Vorrunde verhandeln die Teams vier Fälle und werden von erfahrenen Mediatoren aus der Praxis bewertet. Anschließend qualifizieren sich die besten acht Universitäten für die Finalrunden.

Ziele

Die ICC International Commercial Mediation Competition fördert die Handhabung effektiver Verhandlungs- und Mediationsfähigkeiten, um die zukünftigen Entscheidungsträger auf die vielfältigen Anforderungen der außergerichtlichen Streitbeilegung in einer zunehmend interkulturell und global geprägten anwaltlichen und unternehmerischen Praxis vorzubereiten.

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, ihre Kenntnisse in den Bereichen Verhandlungsmanagement, Gesprächsführung, Rhetorik und Mediation praktisch einzuüben und ihre Fremdsprachenkompetenz zu verbessern (vgl. § 2 JAPO). Weiterhin bietet der Wettbewerb die Gelegenheit, Juristen aus unterschiedlichen Nationen kennenzulernen und Kontakte zur Praxis zu knüpfen.